Von SEO zu GEO – Wie Ihr Eure Inhalte für LLMs sichtbar macht

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SEO reicht nicht mehr – was ist ei­gent­lich GEO?

 Illustration von zwei Personen an Laptops mit Pfeil von SEO zu GEO. Symbolisiert den Wandel von klassischer Suchmaschinenoptimierung zu Generative Engine Optimization für KI-Systeme
Autor*innen & Projekt-Team: Vanessa, Andreas, Britta
| Zuletzt aktualisiert am:
Lesezeit: 6 Minuten

GEO bedeutet, Inhalte so aufzubereiten, dass generative KI-Systeme wie ChatGPT, Google AI Overviews oder Perplexity sie verstehen, verarbeiten und in Antworten verwenden können.

Key Takea­ways zur GEO-Opti­mie­rung

  • Generative KI bevorzugt Inhalte mit klarer Struktur, einheitlicher Terminologie und eindeutigen Entitäten.
  • GEO bereitet Inhalte so auf, dass sie in Antworten von KI-Systemen genutzt werden können. Das ist relevant für 600M ChatGPT-Nutzer weltweit
  • FAQ-Formate, kurze Absätze und Schema Markup verbessern die Extraktion.
  • Autorität entsteht durch externe Erwähnungen, Backlinks und aktualisierte Inhalte.

Stand: November 2025

Warum GEO die digi­tale Sicht­bar­keit verän­dert

Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews verändern die Informationssuche fundamental: Sie liefern direkte Antworten statt Trefferlisten.

Das bedeutet: Nutzer:innen stellen Fragen und erhalten Antworten direkt aus der KI, ohne sich durch Rankings zu klicken.

Für Unternehmen bedeutet das: Klassische Suchmaschinenoptimierung allein reicht nicht mehr. Wer auch in Zukunft sichtbar bleiben will, muss Inhalte so aufbereiten, dass sie in den Antworten generativer Systeme erscheinen. 

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Willkommen im Zeitalter der Generative Engine Optimization – kurz: GEO!

Die Zahlen sprechen für sich 

Laut Gartner Predicts 2026 wird die Nutzung klassischer Suchmaschinen bis 2026 um 25% sinken. Gleichzeitig nutzen bereits 600 Millionen Menschen ChatGPT (Stand: März 2025) und 1,5 Milliarden User greifen auf Google AI Overviews zurück. Early Adopters berichten von einem LLM-Traffic-Anstieg um 1.200% zwischen Juli 2024 und Februar 2025.

GEO kurz erklärt: Definition und Nutzen

  • Klassische SEO reicht nicht mehr, denn KI-basierte Suchsysteme liefern direkte Antworten.
  • GEO bedeutet: Inhalte so gestalten, dass sie von LLMs genutzt werden.
  • Strukturiert, konsistent, zitierfähig: das sind die neuen Erfolgsfaktoren.

Warum Generative Engine Optimization für KI-Sichtbarkeit unverzichtbar wird

KI-Suchmaschinen wie Google AI Overviews entscheiden selbst, welche Inhalte sie für Antworten heranziehen. Sie arbeiten nicht nach Ranking-Faktoren, sondern wählen Informationen, die strukturiert und vertrauenswürdig sind. GEO, also die Optimierung für generative KI, erweitert klassische SEO darum um neue Fragen:

  • Wie sorge ich dafür, dass meine Marke in KI-Antworten vorkommt?
  • Welche Content-Formate sind für LLMs besonders geeignet?
  • Wie erhöhe ich die Wahrscheinlichkeit, als Quelle genutzt zu werden?

GEO in 5 Schritten erfolg­reich umsetzen

Damit Ihr Optimierungen für generative KI erfolgreich umsetzen könnt, helfen klare Schritte. Die folgende Schrittfolge zeigt Euch, wie Ihr Inhalte so gestaltet, dass sie von LLMs besser verarbeitet und in KI-Antworten genutzt werden.

  1. Inhalte klar strukturieren

    Kurze Absätze, sprechende Zwischenüberschriften und eine logische Gliederung erleichtern es KI-Systemen, die wichtigsten Aussagen zu erkennen und zu verarbeiten.

  2. FAQ-Formate nutzen

    Nutzerfragen als Frage-Antwort-Format formulieren – das ist das bevorzugte Format generativer KI-Modelle und erhöht die Wahrscheinlichkeit, in Antworten berücksichtigt zu werden.

  3. Schema Markup integrieren

    Strukturierte Daten wie FAQPage, HowTo, Product oder Article geben Maschinen zusätzlichen Kontext. Das hilft sowohl klassischen Suchmaschinen als auch generativen KI-Modellen. Die technische Implementierung funktioniert in allen gängigen CMS-Systemen: Zum Beispiel in TYPO3 über Extensions wie schema oder structured_data. 

  4. Terminologie konsequent vereinheitlichen

    Produkte, Services und Fachbegriffe müssen überall gleich genannt werden. Konsistente Entitäten sind entscheidend, damit Modelle Inhalte korrekt zuordnen.

  5. Autorität sichtbar machen

    Backlinks, externe Erwähnungen, Fachartikel und aktualisierte Inhalte stärken Vertrauen und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass KI-Systeme Euren Content als verlässliche Quelle nutzen.

Spannende Einblicke dazu, welche Faktoren die Sichtbarkeit in KI-Antworten beeinflussen, liefert auch die Analyse der 100 meistzitierten Websites von SISTRIX. Wir unterstützen Euch bei der Umsetzung von GEO - sichert Euch jetzt eine kostenfreie Erstberatung

Wie LLMs Inhalte analysieren und auswählen

Klassische Suchmaschinen bewerten Keywords, Backlinks und technische Signale. KI-Sprachmodelle dagegen „verstehen“ Inhalte semantisch: Sie erkennen Zusammenhänge, ordnen Entitäten wie Marken oder Produkte ein und suchen nach prägnanten Antworten. Das bedeutet für Euch:

  • Einzelne Keywords verlieren an Gewicht. Wichtig ist die thematische Ganzheitlichkeit.
  • Marken- und Produktnamen müssen konsistent verwendet werden.
  • Inhalte sollten auch isoliert Sinn ergeben. LLMs nutzen oft nur kurze Ausschnitte.

GEO-Perfor­mance verbes­sern: Die wich­tigsten Maßnahmen

So erhöht Ihr die Chancen, von LLMs berücksichtigt zu werden:

Autorität stärken

Backlinks, (Kunden-)Bewertungen, Fachartikel und externe Erwähnungen sind ein starkes Signal für Reputation. Generative KI-Modelle greifen bevorzugt auf Inhalte zurück, die aus vertrauenswürdigen Quellen stammen. Wenn Eure Marke oder Euer Produkt regelmäßig in externen Medien, Branchenportalen oder Blogs erwähnt wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch in KI-generierten Antworten berücksichtigt wird. Relevanz: Autorität signalisiert Verlässlichkeit – und genau das suchen LLMs, wenn sie Inhalte auswählen.

FAQ-Strukturen

Indem Ihr zentrale Fragen zu Euren Produkten oder Dienstleistungen stellt und präzise beantwortet, erleichtert Ihr generativen KI-Modellen den Zugriff auf relevante Informationen. Diese Modelle sind darauf ausgelegt, Antworten in einem Frage-Antwort-Format zu liefern – perfekt also, wenn Ihr den Content schon in dieser Form vorbereitet. Relevanz: Je klarer die Antwort, desto höher die Chance, dass sie direkt in einer generierten Antwort übernommen wird.

Schema Markup

Strukturierte Daten wie FAQPage-, Product- oder Organization-Markup geben Maschinen zusätzliche Hinweise und Kontext. Sie machen deutlich, welche Inhalte besonders wichtig sind und wie sie einzuordnen sind. Relevanz: Generative AI Systeme und Suchmaschinen verstehen Inhalte schneller und genauer, wenn sie zusätzlich zum Fließtext durch Markup strukturiert sind und greifen dadurch mit größerer Wahrscheinlichkeit darauf zurück.

Eindeutige Terminologie

Nutzt für Produkte, Dienstleistungen und Prozesse eine konsistente Sprache. Vermeidet es, dieselbe Sache in unterschiedlichen Texten mit unterschiedlichen Begriffen zu benennen. Relevanz: LLMs sind zwar leistungsfähig, können aber bei inkonsistenter Benennung Entitäten falsch zuordnen oder Inhalte nicht zuverlässig miteinander verknüpfen. Einheitliche Terminologie sorgt dafür, dass Eure Inhalte klar und korrekt verstanden werden.

Konsistenz und Struktur

Gut gegliederte Texte mit Zwischenüberschriften, Absätzen und einer logischen Abfolge sind leichter zu verarbeiten – sowohl für Menschen als auch für Maschinen. Relevanz: Generative Sprachmodelle zerlegen Inhalte in kleinere Einheiten und suchen gezielt nach relevanten Passagen. Wenn Texte klar strukturiert sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass genau der passende Abschnitt ausgewählt und in eine KI-Antwort integriert wird.

Fazit

Ein kompaktes Fazit am Ende einer Seite bringt gleich mehrere Vorteile: Nutzer:innen erhalten eine schnelle Zusammenfassung und können die Kernbotschaften sofort erfassen. Das ist besonders wichtig für alle, die sich nicht durch lange Texte arbeiten möchten. Gleichzeitig erleichtert eine klare Schlusszusammenfassung auch Large Language Model Systeme die Verarbeitung der Inhalte, da die Modelle genau dort gebündelte, zentrale Aussagen finden, die sie in Antworten übernehmen können.

Grenzen der GEO-Opti­mie­rung in der Praxis

GEO ist kein exakter Prozess, sondern ein strategischer Ansatz für Inhalte, die generative KI besser versteht.

LLMs sind Black Boxes: Warum ein Inhalt aufgenommen wird und ein anderer nicht, ist oft nicht nachvollziehbar. Zudem verändern Anbieter wie Google oder OpenAI ihre Modelle laufend. Generative Search Optimization ist daher keine exakte Wissenschaft, sondern ein strategischer Ansatz, der SEO sinnvoll erweitert.

Klas­si­sches SEO bleibt die Basis

Auch wenn GEO neue Anforderungen stellt: Klassisches SEO bleibt relevant. Wer hier seine Hausaufgaben macht, legt die Basis für LLM-Sichtbarkeit – mit Struktur, Technik und Inhalten. Wichtige SEO-Maßnahmen, die auch GEO unterstützen, nachfolgend.

Saubere technische Basis

Eine technisch saubere Website ist die Grundlage jeder Optimierung. Dazu gehören schnelle Ladezeiten, mobil optimierte Seiten und sichere HTTPS-Verbindungen. Warum wichtig: Nur wenn die Seite stabil, schnell und sicher ist, können Suchmaschinen und Generative AI Systeme Inhalte zuverlässig crawlen und Nutzende haben eine positive Erfahrung.

Keyword- und Intent-Optimierung

Erfolgreiches SEO orientiert sich nicht nur an Schlagworten, sondern am Such- und Informationsbedürfnis der Nutzer*innen. Inhalte sollten daher gezielt auf Fragen, Probleme und Absichten (Search Intent) ausgerichtet werden. Warum wichtig: LLMs und Suchmaschinen bevorzugen Inhalte, die präzise Antworten liefern und echten Mehrwert bieten.

Onpage-Optimierung

Klare Seitentitel, prägnante Meta-Descriptions, Alt-Texte für Bilder und eine saubere interne Verlinkung machen Inhalte für Maschinen und Menschen besser verständlich. Warum wichtig: Diese Faktoren schaffen Kontext, erhöhen die Sichtbarkeit und sorgen dafür, dass Inhalte leichter gefunden und eingeordnet werden können.

Content-Qualität

Inhalte sollten relevant, fundiert recherchiert und regelmäßig aktualisiert werden. Warum wichtig: Hochwertiger Content signalisiert Autorität und Verlässlichkeit – Faktoren, die sowohl im klassischen SEO als auch in der Auswahl von Large Language Model Systemen entscheidend sind.

Linkbuilding

Backlinks von vertrauenswürdigen Quellen und Branchenportalen gelten nach wie vor als starke Empfehlungssignale. Warum wichtig: Sie zeigen, dass Inhalte relevant und anerkannt sind. Sowohl Suchmaschinen als auch LLMs greifen bevorzugt auf Quellen zurück, die extern bestätigt werden.

Häufige Fragen rund um GEO und LLMs

Was steckt hinter GEO? Wie beeinflussen LLMs die Suche? In diesen FAQs findet Ihr die wichtigsten Antworten und Tipps, um Inhalte optimal für generative KI-Systeme aufzubereiten.

Unsere Erfah­rung: GEO in der Praxis

Seit 2025 optimieren wir Websites für generative KI-Systeme, von Corporate Blogs über E-Commerce-Seiten bis zu Fachportalen. Dabei haben wir beobachtet: Die Kombination aus FAQ-Strukturen, konsistenter Terminologie und Schema Markup zeigt messbare Effekte

Ein konkretes Beispiel: Bei einem Kunden aus dem B2B-Bereich haben wir Produktseiten mit strukturierten FAQs und HowTo-Schema ergänzt. Dabei haben wir die bestehenden Produktbeschreibungen nicht komplett neu geschrieben, sondern umstrukturiert und mit FAQ-Elementen angereichert.

Bereits sechs Wochen später tauchten einzelne Produktbeschreibungen in ChatGPT-Antworten auf. Nach drei Monaten war die Marke in relevanten Perplexity-Recherchen präsent.

Die wichtigsten Learnings aus unserer Praxis:

  • Strukturierte FAQs funktionieren am besten mit 40-80 Wörtern pro Antwort
  • Schema Markup erhöht die Chance auf Zitation, garantiert sie aber nicht
  • Konsistente Produktnamen über alle Seiten sind entscheidend für korrekte Zuordnung durch LLMs
  • Die ersten Effekte zeigen sich meist nach 4-8 Wochen, volle Wirkung nach 3-4 Monaten

Die größte Herausforderung bleibt: Inhalte so zu strukturieren, dass sie für Menschen natürlich lesbar und für Maschinen optimal verarbeitbar sind. Diese Balance erfordert Erfahrung und kontinuierliche Anpassung.

Fazit: GEO als stra­te­gi­sche Erwei­te­rung von SEO

SEO entwickelt sich weiter: von der Optimierung für Rankings hin zur Optimierung für Antworten. GEO ergänzt klassische SEO und macht Inhalte sichtbar für generative KI.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

Entscheidend sind fünf Faktoren: Klare Strukturierung mit kurzen Absätzen und sprechenden Überschriften, FAQ-Formate für direkte Antworten, Schema Markup für maschinenlesbare Kontexte, konsistente Terminologie über alle Inhalte hinweg sowie Autorität durch externe Erwähnungen und Backlinks. Inhalte, die diese Prinzipien umsetzen, werden mit höherer Wahrscheinlichkeit in KI-Antworten berücksichtigt und erreichen so auch in der veränderten Suchlandschaft ihre Zielgruppe.

Stand: November 2025 

Zuletzt aktualisiert: 24. November 2025 

Nächste Aktualisierung geplant: Februar 2026 

Mehr zur Generative Engine Optimization findet Ihr bei Search Engine Journal.