LLM-Sicht­bar­keit: Warum das 2026 auf die Agenda gehört

Expertentipps
#KI

LLM-Suche meis­tern: Ihr Vor­sprung in ChatGPT, Ge­mi­ni & Per­ple­xi­ty.

Illustration zur Sichtbarkeit durch LLM Optimierung
Autor*innen & Projekt-Team: Vanessa, Justin
| Zuletzt aktualisiert am:
Lesezeit: 5 Minuten

Im ersten Teil unserer Serie haben wir erklärt, was GEO ist und wie Ihr Eure Inhalte für LLMs optimiert. Jetzt geht es um die strategische Frage: Warum ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt zum Handeln? Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Wer jetzt noch wartet, riskiert einen Sichtbarkeitsverlust, der sich nur schwer aufholen lässt!

ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews verändern grundlegend, wie Menschen Informationen finden. Im ersten Teil unserer Serie habt Ihr erfahren, was GEO (Generative Engine Optimization) bedeutet und welche konkreten Maßnahmen Eure Inhalte für LLMs sichtbar machen. Dieser zweite Teil liefert die strategische Begründung: Warum solltet Ihr jetzt handeln? Nicht irgendwann, sondern in den kommenden Wochen und Monaten? Welche Zahlen untermauern die Dringlichkeit? Und was passiert konkret, wenn Ihr weiter abwartet, während Eure Wettbewerber bereits optimieren? Das Team von LOUIS INTERNET liefert Euch wichtige Insights und Empfehlungen!

Das Wich­tigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick! Für alle, die schnell wissen wollen, warum LLM-Sichtbarkeit jetzt auf die Agenda gehört.

  • LLM-Sichtbarkeit beschreibt, ob Eure Inhalte in KI-generierten Antworten erscheinen
  • Relevante KI-Suchsysteme sind ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und Microsoft Copilot
  • Früh optimierte Inhalte haben einen Vorsprung bei der Quellenauswahl durch LLM
  • ChatGPT hat 800 Millionen wöchentlich aktive Nutzer:innen erreicht. Das ist eine Vervierfachung seit November 2023.
  • Rund 60% aller Google-Suchen enden ohne Klick auf externe Websites, Tendenz steigend. Laut Bain führt das zu 15-25% weniger organischem Traffic.
  • Jetzt ist das optimale Zeitfenster: Der Wettbewerb ist noch überschaubar, in den nächsten Jahren wird das anders sein
  • Nach Seer Interactive KI-Referrals konvertieren mit 15,9% signifikant besser als klassischer SEO-Traffic
  • Laut SparkToro hat sich die Gruppe der „Heavy User“ (10+ Suchen/Monat) innerhalb von zwei Jahren auf 21% verfünffacht

Die Ausgangs­­lage: Wie ist der LLM Status Quo Anfang 2026?

KI-gestützte Suche ist längst kein Zukunftsszenario mehr. Die Nutzerzahlen sind explodiert, die Technologie ist im Mainstream angekommen und genau jetzt entsteht der richtige Zeitpunkt, die eigene Content-Strategie gezielt auf 2026 auszurichten.

Die Entwicklung der letzten zwölf Monate war beeindruckend. ChatGPT erreichte laut OpenAI CEO Sam Altman im August 2025 bereits 800 Millionen wöchentlich aktive Nutzer:innen! Eine Verdopplung gegenüber Februar 2025 und eine Vervierfachung seit November 2023. 

Diese Wachstumsgeschwindigkeit zeigt, wie schnell KI-Tools zum festen Bestandteil des digitalen Alltags werden. Perplexity verarbeitete laut CEO Aravind Srinivas im Mai 2025 bereits 780 Millionen Suchanfragen in einem einzigen Monat! Mehr als im gesamten Jahr 2024 zusammen. 

Google hat AI Overviews mittlerweile in über 200 Ländern ausgerollt und erreicht damit mehr als 2 Milliarden monatliche Nutzer:innen. Diese Systeme sind keine Nischenprodukte mehr. Sie sind Teil des digitalen Alltags geworden: Bei Euren Kund:innen, bei Euren Mitbewerber:innen und in Eurer Branche. Während viele Unternehmen noch abwarten, stellen wir uns bereits heute auf die rasant wachsende Relevanz dieser Technologie ein, um euch den entscheidenden Vorsprung zu sichern.

Die KI-Such­­sys­teme im Vergleich: ChatGPT, Perple­­xity und Gemini

Nicht alle KI-Suchsysteme funktionieren gleich. Wer seine Inhalte optimieren will, sollte die Unterschiede kennen, denn sie beeinflussen, wie Eure Inhalte gefunden und zitiert werden.

ChatGPT

ChatGPT ist der Platzhirsch unter den KI-Assistenten. Mit 800 Millionen wöchentlich aktiven Nutzer:innen hat es die größte Reichweite aller KI-Chatbots. ChatGPT nutzt seit 2024 eine integrierte Websuche und kann aktuelle Informationen abrufen. Quellenangaben werden direkt in den Antworten verlinkt, aber nicht immer prominent angezeigt. Die Stärke liegt in der Konversationsfähigkeit: Nutzer:innen stellen Folgefragen und vertiefen Themen im Dialog.

Per­ple­xi­ty

Perplexity positioniert sich explizit als Answer Engine und Suchmaschinen-Alternative. Der größte Unterschied: Quellenangaben stehen im Mittelpunkt. Jede Antwort zeigt prominent die verwendeten Quellen an, was die Sichtbarkeit für zitierte Websites deutlich erhöht. Perplexity eignet sich besonders für Recherche-Anfragen und faktenbasierte Fragen. Mit 780 Millionen Suchanfragen allein im Mai 2025 wächst die Plattform rasant: CEO Srinivas peilt eine Milliarde Anfragen pro Woche bis Ende 2025 an.

Ge­mi­ni

Google AI Overviews erscheinen direkt in der Google-Suche oberhalb der klassischen Ergebnisse. Das macht sie besonders relevant: Nutzer:innen sehen die KI-Zusammenfassung, ohne ihr gewohntes Suchverhalten zu ändern. Google zieht Informationen aus mehreren Quellen zusammen und verlinkt diese. Mit über 2 Milliarden monatlichen Nutzer:innen in mehr als 200 Ländern haben AI Overviews die größte Reichweite aller KI-Suchfunktionen. Für Unternehmen bedeutet das: Eine breite Optimierungsstrategie, die alle drei Systeme berücksichtigt, ist sinnvoller als die Fokussierung auf nur eine Plattform.

Rand Fishkin
SparkToro

Während die KI-Nutzung von 8% auf 38% explodierte, verlor die klassische Suche weniger als 1% ihrer Nutzer – ein Beweis für die parallele Nutzung beider Welten.

Die Prognosen: Was sagen Markt­ana­lysen zur KI-Suche?

Marktforscher und Branchenexperten dokumentieren: Die rasant wachsende Nutzung von Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT, Claude und Perplexity verändert fundamental, wie Menschen Marken finden und Kaufentscheidungen treffen.

Analysen von SparkToro belegen, dass die Gruppe der „Heavy User“ von KI-Tools rasant wächst: Bereits 21% der Nutzer setzen LLMs zehnmal oder öfter im Monat ein – eine Verfünffachung innerhalb von nur zwei Jahren. Interessanterweise bleiben die Nutzerzahlen klassischer Suchmaschinen dabei mit 95% konstant. KI ist somit kein vorübergehender Trend, der die Suche ersetzt, sondern ein fester Bestandteil des digitalen Alltags, der sie ergänzt.

Der Wandel zur KI-gesteuerten Suche in Zahlen:

  • Ökonomischer Impact: Laut McKinsey werden bis 2028 allein in den USA 750 Mrd. USD Umsatz durch KI-Suche beeinflusst.
  • Zero-Click-Dominanz: 60% aller Google-Suchen enden laut Bain-Studie ohne Klick. Sichtbarkeit muss dort entstehen, wo die Antwort gegeben wird.
  • Conversion-Boost: Besucher über KI-Referrals konvertieren laut Seer Interactive mit 15,9% deutlich besser als über die klassische Suche (9,8%).

Trotz potenziell sinkender Klickzahlen steigt die Relevanz der verbleibenden Kontakte. Wer in den LLM-Antworten zitiert wird, erhält keine bloßen „Surfer“, sondern hochqualifizierte Käufer mit klarer Absicht.

Der Wandel ist bereits im vollen Gange. McKinsey betont: Traditionelle Markenbekanntheit ist kein Garant für Sichtbarkeit in der KI-Suche. Unternehmen müssen GEO (Generative Engine Optimization) als Kernkompetenz etablieren, um ihre Inhalte maschinenlesbar, zitationswürdig und autoritativ zu gestalten

Das Zeit­­fenster: Warum jetzt der Moment für LLM Opti­mie­rung ist

LLMs bauen Vertrauen zu Quellen über Zeit auf. Wer jetzt startet, sichert sich einen First-Mover-Vorteil, den Wettbewerber später nur schwer aufholen können.

Large Language Models wählen nicht zufällig aus, welche Quellen sie für Antworten heranziehen. Sie bevorzugen Inhalte, die konsistent, strukturiert und aus autoritativen Quellen stammen. Dieser Prozess ähnelt dem Aufbau von Domain-Autorität im klassischen SEO, funktioniert aber schneller und mit anderen Hebeln. Das aktuelle Zeitfenster ist aus drei Gründen optimal für den Einstieg in die LLM-Optimierung:

Der Wettbewerb ist noch überschaubar

Viele Unternehmen beobachten die Entwicklung noch abwartend oder unterschätzen die Dringlichkeit. Wer jetzt mit der Optimierung beginnt, positioniert sich in einem Feld mit weniger Konkurrenz um die begehrte Quellenposition in KI-Antworten. Diese Situation wird sich ändern, sobald der Traffic-Rückgang spürbar wird und mehr Unternehmen reagieren. Dann wird der Wettbewerb um LLM-Sichtbarkeit deutlich intensiver und der Einstieg entsprechend schwieriger.

Die Lernkurve ist jetzt noch flacher

Wer heute mit GEO startet, kann in einem vergleichsweise entspannten Umfeld testen, lernen und iterieren. Ihr habt Zeit, verschiedene Ansätze auszuprobieren und herauszufinden, was für Eure Inhalte und Eure Zielgruppe am besten funktioniert. Wenn der Wettbewerbsdruck 2026 steigt und alle gleichzeitig optimieren wollen, habt Ihr bereits Erfahrungswerte gesammelt und Eure Prozesse etabliert. Dieser Vorsprung lässt sich dann nicht mehr so einfach aufholen.

Der Vertrauensaufbau braucht Zeit

LLMs bevorzugen Quellen, die sie wiederholt als zuverlässig eingestuft haben. Dieser Vertrauensaufbau geschieht nicht über Nacht. Je früher Eure Inhalte optimiert und für Generative Sprachmodelle gut verarbeitbar sind, desto mehr Zeit habt ihr, dieses Vertrauen aufzubauen. Inhalte, die erst in sechs oder zwölf Monaten optimiert werden, starten bei null, während Eure bereits optimierten Inhalte längst als vertrauenswürdige Quellen etabliert sind.

Die Risiken des Abwa­r­tens: Was passiert, wenn Ihr LLM igno­riert?

Abwarten ist keine neutrale Entscheidung. Während andere ihre Inhalte optimieren, verlieren zögernde Unternehmen schleichend an Sichtbarkeit. Dieser Prozess hat bereits begonnen.

Das Szenario ist keine abstrakte Vision mehr, sondern ein messbares wirtschaftliches Risiko. Der Wandel findet nicht durch ein plötzliches Verschwinden der Suche statt, sondern durch eine Umschichtung der Relevanz. Unternehmen mit LLM-optimierten Inhalten, etwa durch GEO, werden in KI-gestützten Antworten als relevante Quellen berücksichtigt und erzielen messbare Conversion-Effekte. Ohne entsprechende Maßnahmen sinkt die Sichtbarkeit in entscheidenden Phasen der Kaufentscheidung.

Beispielrechnung mit aktuellen Prognosen

Nehmen wir an, Euer Unternehmen generiert heute 1.000 Besucher pro Monat über die organische Suche bei einer Conversion-Rate von 9,8% (Seer Interactive Benchmark). Das entspricht ca. 98 Leads pro Monat.

1. Das Szenario ohne GEO

Durch den Anstieg von Zero-Click-Suchen und KI-Antworten könnte der organische Traffic laut McKinsey-Analysen für unvorbereitete Marken um bis zu 20–50% sinken.

  • Bei 35 % Verlust verbleiben 650 Besucher.
  • Ergebnis: Nur noch 64 Leads – ein Verlust von 34 Leads pro Monat.
  • Bei einem durchschnittlichen Kundenwert von 5.000 € und 25% Abschlussquote bedeutet das ein monatliches Pipeline-Minus von 42.500 €. Auf das Jahr gerechnet: 510.000 € entgangener Umsatz.

2. Das Szenario mit GEO-Investition

Ein Teil des Traffics wandert zwar ab, wird aber durch hochqualifizierte KI-Referrals aufgefangen.

  • Selbst wenn nur 100 Besucher über KI-Zitate kommen, konvertieren diese mit 15,9% (Seer Interactive Benchmark).
  • Ergebnis: Diese 100 Besucher bringen allein 16 Leads – fast doppelt so viele wie die gleiche Menge an Standard-SEO-Traffic. 
  • Die Investition in GEO schützt also nicht nur das Volumen, sondern maximiert den Ertrag aus jedem einzelnen Kontakt.

Gleichzeitig etablieren sich Eure Wettbewerber als bevorzugte Quellen in Eurem Themenfeld. Eine nachträgliche Optimierung ist zwar möglich, aber deutlich aufwändiger: Ihr müsst nicht nur Eure eigenen Inhalte verbessern, sondern gegen bereits etablierte und vertrauenswürdige Quellen ankämpfen. Das kostet mehr Zeit, mehr Ressourcen und bringt weniger Ergebnisse.

Bran­chen im Fokus: Wer profi­tiert am meisten von GEO?

Nicht alle Branchen sind gleich stark betroffen. Je komplexer die Fragen Eurer Zielgruppe und je intensiver die Recherche vor Kaufentscheidungen, desto größer der potenzielle Nutzen von LLM-Sichtbarkeit.

B2B-Dienstleister mit komplexen Angeboten

Agenturen, Beratungen, IT-Unternehmen und andere B2B-Dienstleister profitieren besonders stark von LLM-Sichtbarkeit. Der Grund: Ihre Zielgruppen recherchieren vor Kaufentscheidungen intensiv und stellen komplexe, spezifische Fragen. Wer hier als vertrauenswürdige Quelle in KI-Antworten erscheint, wird früh im Entscheidungsprozess wahrgenommen, und das noch bevor der klassische Vertriebsprozess überhaupt beginnt. Das verschafft einen entscheidenden Vorteil gegenüber Wettbewerbern, die erst später im Prozess sichtbar werden.

Technologieunternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten

Softwareanbieter, SaaS-Unternehmen und Technologie-Dienstleister haben erklärungsbedürftige Produkte und Services. LLMs suchen nach klaren, verständlichen Erklärungen für komplexe Themen. Unternehmen, die strukturiert, präzise und gut verarbeitbar Erklärungen liefern, werden zur bevorzugten Quelle. Das gilt besonders für Nischenthemen und spezialisierte Fachgebiete, in denen die Konkurrenz um die Quellenposition noch geringer ist.

Spezialisierte Nischenanbieter

In Nischen ist der Wettbewerb um die Quellenposition oft deutlich geringer als in Mainstream-Themen. Ein lokaler TYPO3-Spezialist kann in seinem Fachgebiet durchaus vor großen, bekannten Agenturen zitiert werden, wenn die Inhalte besser strukturiert, relevanter und präziser sind. LLMs bewerten nicht primär die Unternehmensgröße oder Bekanntheit, sondern die Qualität und Relevanz der Inhalte für die gestellte Frage. Das eröffnet kleineren Anbietern echte Chancen.

Branchen mit hohem Informationsbedarf

Finanzdienstleister, Gesundheitswesen, Recht und Bildung: Überall dort, wo Kund:innen vor wichtigen Entscheidungen intensiv recherchieren und fundierte Informationen suchen, bietet LLM-Sichtbarkeit strategische Vorteile. Je mehr Fragen Eure Zielgruppe stellt und je wichtiger fundierte Antworten für ihre Entscheidungen sind, desto wertvoller ist es, als vertrauenswürdige Quelle in KI-Antworten zu erscheinen.

Der stra­te­­gi­­sche Rahmen im Fokus: Welche LLM Stra­tegie passt zu Euch?

Nicht alle Branchen sind gleich stark betroffen. Je komplexer die Fragen Eurer Zielgruppe und je intensiver die Recherche vor Kaufentscheidungen, desto größer der potenzielle Nutzen von LLM-Sichtbarkeit.

Das Business Case Argument

Die Rechnung ist einfach: Wenn 25% des Suchmaschinen-Traffics wegfallen und Ihr heute X Leads über organische Suche generiert, bedeutet das potenziell 25% weniger Leads, sofern Ihr nicht in alternativen Kanälen sichtbar seid. GEO ist keine zusätzliche Marketing-Spielerei, sondern eine Absicherung gegen diesen drohenden Traffic-Verlust. Die Investition in LLM-Optimierung heute ist deutlich günstiger als der Versuch, verlorene Sichtbarkeit später zurückzugewinnen.

Erklärungsbedürftige Produkte

Softwareanbieter, SaaS-Unternehmen und Technologie-Dienstleister haben erklärungsbedürftige Produkte und Services. LLMs suchen nach klaren, verständlichen Erklärungen für komplexe Themen. Unternehmen, die strukturiert, präzise und gut verarbeitbar Erklärungen liefern werden zur bevorzugten Quelle. Das gilt besonders für Nischenthemen und spezialisierte Fachgebiete, in denen die Konkurrenz um die Quellenposition noch geringer ist.

Spezialisierte Nischenanbieter

In Nischen ist der Wettbewerb um die Quellenposition oft deutlich geringer als in Mainstream-Themen. Ein lokaler TYPO3-Spezialist kann in seinem Fachgebiet durchaus vor großen, bekannten Agenturen zitiert werden, wenn die Inhalte besser strukturiert, relevanter und präziser sind. LLMs bewerten nicht primär die Unternehmensgröße oder Bekanntheit, sondern die Qualität und Relevanz der Inhalte für die gestellte Frage. Das eröffnet kleineren Anbietern echte Chancen.

Branchen mit hohem Informationsbedarf

Finanzdienstleister, Gesundheitswesen, Recht und Bildung: Überall dort, wo Kund:innen vor wichtigen Entscheidungen intensiv recherchieren und fundierte Informationen suchen, bietet LLM-Sichtbarkeit strategische Vorteile. Je mehr Fragen Eure Zielgruppe stellt und je wichtiger fundierte Antworten für ihre Entscheidungen sind, desto wertvoller ist es, als vertrauenswürdige Quelle in KI-Antworten zu erscheinen.

Die nächsten Schritte: Von der LLM Stra­tegie zur Umset­­zung

Ihr seid überzeugt, dass LLM-Sichtbarkeit auf Eure Agenda gehört? So geht es konkret weiter, von der Bestandsaufnahme bis zur Optimierung.

  1. Bestandsaufnahme durchführen
    Bevor Ihr optimiert, braucht Ihr ein klares Bild Eurer aktuellen Situation. Gebt typische Kundenfragen zu Eurem Themenfeld in ChatGPT, Perplexity und Google ein. Erscheint Euer Unternehmen oder Eure Website in den Antworten? Werden Eure Inhalte als Quelle genannt, oder die Eurer Wettbewerber? Diese manuelle Prüfung dauert keine Stunde und gibt Euch einen ersten, wichtigen Eindruck davon, wo Ihr steht. 
  2. Prioritäten setzen
    Nicht alle Inhalte sind gleich wichtig. Identifiziert die Seiten mit dem höchsten strategischen Wert: Seiten mit viel Traffic, Inhalte zu Euren Kernthemen, Antworten auf häufige Kundenfragen. Diese optimiert Ihr zuerst. So erzielt Ihr mit überschaubarem Aufwand den größten Effekt. 
  3. Maßnahmen umsetzen
    Strukturierte Inhalte, FAQ-Formate, Schema Markup, konsistente Terminologie und Autoritätsaufbau: Diese fünf konkreten Hebel beschreiben wir ausführlich in Teil 1 unserer Serie: Von SEO zu GEO – Wie Ihr Eure Inhalte für LLMs sichtbar macht. 
  4. Regelmäßig prüfen und anpassen
    LLM-Sichtbarkeit ist kein einmaliges Projekt. Plant regelmäßige Checks ein, etwa monatlich, um zu sehen, ob Eure optimierten Inhalte in KI-Antworten auftauchen. Die Systeme entwickeln sich weiter, und was heute funktioniert, kann morgen Anpassung brauchen. Wer dranbleibt, sichert seinen Vorsprung.

In der Praxis zeigt sich, dass erfolgreiche LLM-Optimierung eine Kombination aus Strategie, Content-Struktur und technischer Umsetzung erfordert. Genau hier unterstützen wir Unternehmen als Sparringspartner: von der Einordnung der relevanten Fragestellungen über die Priorisierung bestehender Inhalte bis hin zur konkreten Umsetzung in Content, Struktur und Systemen wie TYPO3.

FAQ: Häufige Fragen zur stra­te­­gi­­schen Einord­­nung von KI-SEO

Antworten auf die wichtigsten strategischen Fragen rund um Timing, Ressourcen und Priorisierung von LLM-Sichtbarkeit speziell für Entscheider:innen und Marketing-Verantwortliche.

Fazit: Die Zeit für Eure LLM-Stra­tegie ist jetzt

Die Zahlen sind eindeutig, das Zeitfenster ist günstig, die Risiken des Abwartens sind real und messbar. Jetzt ist der richtige Moment, LLM-Sichtbarkeit auf Eure strategische Agenda zu setzen.

Der Wandel ist in vollem Gange: Während die klassische Suche laut SparkToro mit 95 % Marktabdeckung stabil bleibt, wächst die Gruppe der KI-Intensivnutzer rasant und McKinsey prognostiziert, dass bis 2028 bereits 750 Milliarden USD an Umsätzen direkt durch KI-gestützte Suche beeinflusst werden, womit Unternehmen, die hier nicht stattfinden, den Zugriff auf die wichtigste „Eingangstür zum Internet“ verlieren. 

Das Risiko ist konkret. Studien von Bain zeigen, dass bereits rund 60 Prozent aller Google-Suchen ohne Klick enden. Gleichzeitig weisen Analysen von McKinsey auf mögliche Traffic-Verluste von bis zu 50 Prozent für unvorbereitete Marken hin. Da nur etwa 12 Prozent der von KIs zitierten Quellen in den Top 10 der Google-Suchergebnisse ranken, reicht klassisches SEO allein nicht mehr aus. GEO (Generative Engine Optimization) wird damit zur relevanten Kernkompetenz.

Die Chance liegt dabei in der Qualität, denn Besucher über KI-Referrals konvertieren mit 15,9% deutlich besser als klassischer SEO-Traffic (Seer Interactive, 2025), weshalb Unternehmen, die heute investieren, einen Vertrauensvorsprung in den aktuellen LLM-Modellen aufbauen, den Wettbewerber später nur mit massivem Aufwand einholen können. Die Zeit der theoretischen Diskussionen ist vorbei – die Optimierung für die Antworten von morgen muss heute beginnen.

Quellenangaben